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2014

zt – Die Blasmusik ist kein Auslaufmodell

Andreas Maeder aus Schopfheim dirigiert neu die 1880 gegründete Stadtmusik Zofingen

Am Dienstagabend leitete Andreas Maeder auf dem Niklaus-Thut-Platz sein erstes Konzert mit der Stadtmusik Zofingen. Der 26-Jährige hatte den Direktionsstab von Manuel Waldisberg übernommen, der den Verein seit 2009 dirigierte und am diesjährigen Kinderfest wegen musikalischer Weiterbildung seinen letzten öffentlichen Auftritt wahrnahm. Andreas Maeder ist in der 134-jährigen Geschichte der Stadtmusik der zwölfte Leiter – sein Debüt gelang problemlos.

«Blasmusik begeistert mich»

«Mit zehn Jahren trat ich als Trompeter in die Stadtmusik Schopfheim ein, weil mich die Blasmusik schon als Knabe begeisterte, und ich konnte mir bereits damals vorstellen, meinen dereinstigen Broterwerb in dieser breiten Kultursparte zu finden», stellt Andreas Maeder bei einem Trunk im Hotel Zofingen vor dem Spätsommerständchen fest. Schopfheim ist nach wie vor die Heimat des neuen Stadtmusik-Direktors, wobei sein zweites Standbein in Luzern steht. Hier besucht er die Hochschule für Musik, um sich auf den Bachelor of Arts in Music mit dem Schwerpunkt Blasmusikdirektion vorzubereiten. «Hoffentlich gelingt es mir, einen Platz in den Vorlesungen von Dieter Ammann zu erhalten, was allerdings nicht einfach ist, weil das Interesse an den vorhandenen Plätzen überaus gross ist», gibt er zu bedenken. (Redaktionelle Zwischenbemerkung: Der Zofinger Ehrenbürger Dieter Ammann hat bestimmt ein Herz für den neuen Stadtmusik-Dirigenten, schon des Zofinger Marsches wegen ...).

Heimat von Johann Peter Hebel

Schopfheim liegt im Tal der Wiese, das eng verbunden ist mit Johann Peter Hebel. Regional gehört Schopfheim zum Markgräflerland. In Hasel, in der Nähe von Schopfheim, verdiente Andreas Maeder seine Sporen als Dirigent ab; mit 18 Jahren übernahm er mit Erfolg den dortigen Musikverein.

Andreas Maeders Vorfahren kommen aus dem Freiburgischen im Schweizer Uechtland, und er ist nach wie vor eng mit der Stadtmusik Schopfheim verknüpft, die dieses Jahr ihren 200. Geburtstag begehen darf. Nach Erfüllung der obligatorischen Schulpflicht liess er sich zum Industriemechaniker ausbilden und arbeitete dann während fünf Jahren auf diesem Beruf. Die Dirigenten-Ausbildung absolvierte er nebenberuflich an der Musikakademie des Bundes Deutscher Blasmusikverbände in Staufen. Den mehrere Phasen umfassenden Dirigenten-Lehrgang schloss er mit der Prüfung für Blasorchesterleitung ab. Lehrgangs-Inhalte waren das Dirigieren, Probenmethodik, Probenpraktikum, allgemeine Musiklehre, Harmonielehre, Hörerziehung, Stilund Literaturkunde, Instrumentation und Instrumentenkunde. Der talentierte Musiker – zu seinen Markenzeichen gehört auch der heimelige alemannische Dialekt – beherrscht die Instrumente Flügelhorn, Trompete, E-Bass, Posaune und Gitarre.

Deckungsgleiche Auffassungen Als er die Ausschreibung der Stelle eines Leiters der Stadtmusik Zofingen entdeckte, hat ihn dies ohne Umschweife angesprochen, ohne dass er die Ortschaft näher gekannt hatte. (Einzig der Zofinger Marsch war ihm nicht ganz unbekannt ...) «Der Name Zofingen war mir bloss von der Durchreise mit dem Zug oder mit Auto etwas geläufig. » Sowohl beim Vorstellungsgespräch als auch beim Probedirigieren habe die Chemie sofort gestimmt. Die Vereinsansichten über ein Amateur-Blasorchester und seine bezüglich der Blasmusik seien deckungsgleich gewesen. «Ich liebe auf der einen Seite Märsche, Walzer und Polkas, und hier vor allem auch das Vermächtnis von Ernst Mosch, auf der andern Seite sind mir aber auch Jazz und Pop keine Fremdwörter.

» Die Tradition pflegen und Neues aufnehmen sind für ihn keine Widersprüche, sondern Ergänzungen. «Die Blasmusik ist kein Auslaufmodell, wie dies oft in den Raum gestellt wird», gibt Andreas Maeder zu bedenken. Die Jugend lässt sich auch im Jahr 2014 dafür begeistern – selbst für Märsche, Walzer und Polkas! Er übe in der Regel jeden Tag auf seiner Trompete, auch die Auseinandersetzung mit Noten und dem Dirigentenstab gehöre dazu. Damit er nicht ganz vergesse, dass es neben der Blasmusik auch noch andere Schönheiten des Lebens gebe, dafür sorge seine Partnerin.


Zofinger Tagblatt / 28.08.2014 / Kurt Blum

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