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zt – Heute in einer Woche Von einheitlichen Strohhüten zur schmucken Uniform

Es war Ende der 70er-Jahre des 19. Jahrhunderts, als der Bildhauer Niklaus Huber aus Eppenberg nach Zofingen zog und hier den Grundstein zur Marmor- und Granitwerke AG, der heutigen Bildhaueratelier Zofingen Scheidegger AG, am Schleifeweg legte. Zur Huberschen Familie gehörten auch drei musikbegeisterte Söhne, die am 7. Februar 1880 - zusammen mit sieben weitern Spielern aus Zofingen und der Umgebung - den Grundstein zu einer Blechmusikgesellschaft, der heutigen Stadtmusik, legten. Schliesslich waren es dann zwölf Mann, die im Saal des Zunfthauses zu Ackerleuten in der Unterstadt den Probebetrieb aufnahmen. Als Literatur dienten anfänglich von der Blechmusik Niederwil (Rothrist) zur Verfügung gestellte Noten.

Das Musizieren hatte auch in Zofingen bereits vor dem Jahr 1880 eine starke Tradition, aufbauend auf den Pfeifern, den Trompetern und den Trommlern, die seit eh und je zum offiziellen Stadtleben gehörten. Die erste selbstständige Harmonie-Blechmusikgesellschaft tauchte 1847 auf und wurde von dem weit über Zofingen hinaus bekannten und anerkannten Musikdirektor Eugen Petzold (aus Ronneburg/Thüringen stammend) geleitet. Das Auftreten dieser ersten Zofinger Blechmusik bei Konzerten und bei öffentlichen Anlässen erfolgte in der Regel zusammen mit dem Männerchor. Als im April des politisch bewegten Jahres 1848 sich die «Zofingia» zum Einzug in «ihre Bundesstadt» rüstete, wurde den Studenten bereits beim «Wirtshüsli» in Oftringen durch die Blechmusik und den Männerchor ein solenner Empfang bereitet. 1854 fand in der Stadtkirche ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Armenvereins statt. Der Vortrag einiger Fragmente aus beliebten Opern durch die Blechmusik in einem Gotteshaus erweckte bei gewissen Leuten Ärgernis. In der Folge hörte man bis 1861 nichts mehr von einer Zofinger Harmonie.

Ab 1862 gabs dann wieder eine Blechmusik, also die zweite. Aber auch ihr blieben Anfeindungen nicht erspart. Im Zusammenhang mit einer Aufführung, ebenfalls in der Stadtkirche, wurde heftig kritisiert, es seien alles nur weltliche Stücke - Ouvertüren aus Opern, Märsche, Polonaisen, Potpourris - aufgeführt worden, die besser in einen Biergarten gepasst hätten. Doch kommt dieser zweiten Blechmusik das grosse Verdienst zu, den Grundstein zum Schweizerischen Blasmusikverband gelegt zu haben. Auf den von Zofingen aus im Juni 1862 ergangenen Aufruf zur Gründung eines eidgenössischen Blechmusikvereins hatten bis Mitte September 14 Gesellschaften ihren Beitritt erklärt. Die offizielle Gründung erfolgte dann am 30. November 1862 in Olten. Am 4. und 5. September 1864 nahm die Zofinger Blechmusikgesellschaft am 1. Eidgenössischem Blechmusikfest in Solothurn teil, und zwar mit 14 Mann. Nach kaum fünfjährigem Bestand ging jedoch auch diese Musik wieder ein.

Das Fehlen einer Blechmusik in Zofingen machte sich immer mehr fühlbar. Bei allen bedeutenden Anlässen war man gezwungen, auswärtige Vereine zu verpflichten. Gegen Ende 1874 ist in Zofingen zum dritten Mal eine Blechmusik aus der Taufe gehoben worden, der der Name Stadtmusik gegeben wurde, doch fristete diese nur ein dreijähriges Dasein.

Einheitliche braune Röcke

Die 1880 gegründete (heutige) Stadtmusik - die vierte «Blechmusik» - schaffte bereits in ihrem Gründungsjahr eine einheitliche Kopfbedeckung, einen Strohhut, an. Zwei Jahre später, 1882, gab es braune Röcke mit Hüten, welche Uniformierung 1886 durch Beinkleider und Mützen aus gleichem Stoff ergänzt beziehungsweise ersetzte wurde. Am 8. Mai 1892 konnte der Öffentlichkeit anlässlich des Jahreskonzertes in der Turnhalle (Vorgängerin der heutigen Rosengarten-Turnhalle) eine neue Bekleidung präsentiert werden. Es war eine dunkelgrüne Uniform (eine Art «Jägerbekleidung»).

Als Literatur dienten anfänglich von der Blechmusik Niederwil (Rothrist) zur Verfügung gestellte Noten.

Dieneue Uniform der Stadtmusik Zofingen - hergestellt im Pfaffnauer Atelier Büttiker AG, das auf eine über 60-jährige Geschichte zurückblicken kann - wird heute in einer Woche, amSamstag, 22. März, erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Sie löst die Uniform von 1997 ab. Die Präsentation erfolgt im Rahmen des Jahreskonzertes. Dieses beginnt um 20 Uhr im Stadtsaal, vorgängig von 18.30 bis 19.30 Uhr besteht die Möglichkeit, ein Nachtessen einzunehmen. DerVorverkauf erfolgt vom 19. bis 21. März, je von 10 bis 18 Uhr, bei Thueler Grafikdesign an der Sternengasse 3 (alle Plätze sind nummeriert); Saalöffnung um 18.30 Uhr. (KBZ)


Zofinger Tagblatt / 15.03.2014

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